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Thomas C. Breuer: „Sie schenken mir Zeit, ich vergeude Ihre“
Main-Post, 26.03.2017

"Folgendes!“, sagt Thomas C. Breuer im Würzburger Bockshorn. Weil ein Kabarettprogramm mal mit „Folgendes“ beginnen soll. „Folgendes!“, sagt also Thomas C. Breuer, „ich mache eine Abschiedstour.“ Weil er inzwischen so alt ist, dass ihm eine Mitgliedschaft im Golfclub angeboten wird, weil er aus einer Zeit stammt, in der Chicken noch Hühnchen hieß, Kabarett noch nicht Comedy war und man auf Passbildern noch lächeln dufte.

„Mittlerweile sind einem die Gründe dafür vergangen“, sagt der Kabarettist, der also einfach noch Kleinkunstbühnenkabarettist ist und nicht Eventhallen-Comedian, dem es um Sprachspiele und Wortwitz geht und nicht um Brüllerzoten und Schenkelklopferpointen.

Im Folgenden dann gibt Breuer mit „Letzter Aufruf“ sein Abschiedsprogramm. Und philosophiert dementsprechend über das Altwerden in Würde („Wo liegt das? Im Sauerland?“), das jetzt modern ist. „Passt, da steckt das Wort ,modern‘ ja auch drin...

ZUM TEXT

Randnotizen

Deutscher Kleinkunstpreis 2017
Die Preisträger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017 stehen fest:
Tobias Mann (Kabarett)
Die Feisten (Chanson/Musik/Lied)
Nico Semsrott (Kleinkunst)
Konstantin Wecker (Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz)
Hazel Brugger (Förderpreis der Stadt Mainz)



Die Preisträger des Salzburger Stier 2017 wurden bekanntgegeben:

Hosea Ratschiller und RaDeschnig (Österreich)
Helmut Schleich (Deutschland)
Hazel Brugger (Schweiz)


Der "Salzburger Stier" wurde 2017 zum 36. Mal in Kooperation der deutschsprachigen Radiosender von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol (RAI Sender Bozen) vergeben.


 




 

 

Mathias Repiscus wurde der Kulturpreis 2012 der Stadt Würzburg verliehen

Die Stadt hat damit die Verdienste des Regisseurs und Theaterleiters gewürdigt. In der Würdigung heißt es: "Mathias Repiscus ... ist ein großer in der deutschen Kleinkunstszene: Er bereitet ihr in seinem Bockshorn in Würzburg nicht nur die Bühne - er hat in den zurückliegenden 25 Jahren auch schon so manchen Kleinkünstler ganz schön groß gemacht." Zudem habe die Entscheidung, das Bockshorn aus Sommerhausen nach Würzburg zu verlagern, Würzburg einen deutschlandweiten Ruf als Kabarettstandort eingebracht.